Nachtpfleger missbrauchte junge Frau und zwei Kinder mit Behinderung | Diakonie Stetten

In der Diakonie Stetten in Kernen (Baden-Württemberg) hat ein Nachtpfleger zwischen Dezember 2015 und September 2016 zwei behinderte Kinder und eine behinderte junge Frau missbraucht. Wegen vorsätzlicher Körperverletzung und schwerem sexuellen Missbrauch wurde er zu 4 Jahren und 3 Monaten Haft und zu einer Therapie verurteilt.

Allgemeine Informationen

Aktenzeichen
15-12-00-01-01-01

Gewalt

Häufigkeit
Monate
Wann?
Dezember 2015 bis September 2016
Gewaltformen
sexualisierte Gewalt
Fazit

Alle Betroffenen in diesem Fall wurden sexuell missbraucht.

Betroffene*r

Recherche abgeschlossen?
Ja
Anzahl
3
Fazit

Bei zwei der drei Betroffenen liegt eine Lernschwierigkeit vor.

1. Betroffene*r

Recherche abgeschlossen?
Ja
Persönliche Merkmale
Alter
18
Geschlecht
Weiblich
Hilfe / Unterstützung
stationär
Behinderung / Beeinträchtigung
Lernschwierigkeit
Auswirkung(en) der Gewalt
unbekannt / unklar / unvollständig
Fazit
Die Betroffene ist zum Zeitpunkt der Berichterstattung (2018) 21 Jahre alt. Da sich die Vorfälle zwischen 2015 und 2016 ereigneten, war sie vermutlich 18 oder 19 zum Tatzeitpunkt.

2. Betroffene*r

Recherche abgeschlossen?
Ja
Persönliche Merkmale
Alter
12
Geschlecht
Männlich
Hilfe / Unterstützung
stationär
Behinderung / Beeinträchtigung
Lernschwierigkeit
Auswirkung(en) der Gewalt
unbekannt / unklar / unvollständig

3. Betroffene*r

Recherche abgeschlossen?
Ja
Persönliche Merkmale
Alter
13
Geschlecht
Männlich
Hilfe / Unterstützung
stationär
Behinderung / Beeinträchtigung
Lernschwierigkeit
Auswirkung(en) der Gewalt
unbekannt / unklar / unvollständig

Einrichtung

Name
Diakonie Stetten
Institution
vollstationäre Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen
Ort
PLZ
71394
Ort
Kernen-Stetten
Bundesland
Baden-Württemberg
Land
Deutschland
Träger
Name
Evangelische Landeskirche Württemberg
Institution
kirchlich
Schutzkonzept
Auswertung

Laut Einrichtung wurde ein sexualpädagogisches Konzept erarbeitet, das zukünftiger sexualisierter Gewalt vorbeugen und gleichzeitig Handlungsempfehlungen bei geschehener Gewalt geben soll. Außerdem fand 2018 ein weiterer Vorfall in dieser Einrichtung statt.

Öffentlich?
Nein

Täter*innen

Recherche abgeschlossen?
Ja
Anzahl
1
Fazit

Der Täter war Nachtpfleger und hatte einfachen Zugang zu allen Betroffenen. Er ist depressiv und lebt mit einer komplexen Persönlichkeitsstörung.

1. Täter*in

Recherche abgeschlossen?
Ja
Persönliche Merkmale
Alter
34
Geschlecht
Männlich
Behinderung / Beeinträchtigung
psychisch
Bezug
Mitarbeiter*innen der Einrichtung

Folgen für die Täter*in

Strafrechtliche Folgen
Haftstrafe
Zivilrechtliche Folgen
keine
Disziplinarische Folgen
unbekannt / unklar / unvollständig
Fazit

Der Täter wurde zu 4 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt und muss sich einer Therapie unterziehen.

Folgen für die Einrichtung

Maßnahmen der Einrichtung
Sicherungsmaßnahmen
Juristische Folgen
unbekannt / unklar / unvollständig
Fazit

Die Einrichtung spricht davon, ein sexualpädagogisches Konzept entwickelt zu haben, um künftigen sexuellen Übergriffen vorzubeugen und auch Handlungsempfehlungen bei erfolgter sexualisierter Gewalt zu geben.

Folgen für die Vorgesetzten

Strafrechtliche Folgen
unbekannt / unklar / unvollständig
Zivilrechtliche Folgen
unbekannt / unklar / unvollständig
Disziplinarische Folgen
unbekannt / unklar / unvollständig
Fazit

Die Folgen für Vorgesetzte sind derzeit unbekannt.

Ratgeber

Haben Sie als Mensch mit Behinderung selbst Gewalt erfahren? Sind Sie Angehörige oder Mitbewohner*innen einer behinderten Person, der Gewalt widerfahren ist? Oder sind Sie vielleicht Mitarbeiter*in in einer Einrichtung und haben dort Gewalt mitbekommen? Im ausführlichen Ratgeber sagen wir Ihnen, was Sie tun können – und vielleicht auch müssen.

Meldung

Möchten Sie über Gewalt berichten, die Ihnen oder Ihnen nahestehenden Person widerfahren ist? Sie sind Mitarbeiter*in einer vollstationären Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen – und haben Gewalt mitbekommen? Sprechen Sie mit uns darüber. Wir gehen allen Fällen nach.