Mann mit Behinderung stirbt in Badewanne | CJD Sachsen-Anhalt

Ein Bewohner des Christlichen Jugenddorfs Sachsen-Anhalt wurde am 09.07.2018 tot in der Badewanne der Einrichtung aufgefunden. Eine Todesursache durch Ertrinken wurde von der Rechtsmedizin ausgeschlossen. Daraufhin wurden Ermittlungen gegen eine Mitarbeiterin der Einrichtung aufgenommen. Diese wurden nach sechs Monaten eingestellt.

Die Mitarbeiterin, die Eingangs vom Dienst freigestellt worden war, ist mittlerweile in einer anderen Abteilung wieder im Dienst, so das CJD. Laut einer Stellungnahme des CJD habe der Mann einen Krampfanfall erlitten, der vermutlich auch außerhalb der Badewanne zum Tod geführt hätte. Die tatsächliche Todesursache ist weiterhin unbekannt.

Allgemeine Informationen

Aktenzeichen
18-07-09-01-14-01

Gewalt

Häufigkeit
einmalig
Wann?
09.07.2018
Gewaltformen
unbekannt / unklar / unvollständig
Fazit

Bei der Todesursache handelt es sich laut Staatsanwaltschaft nicht um Ertrinken. Die tatsächliche Todesursache ist nicht ermittelt worden. Ermittelt wurde anfänglich wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

Betroffene*r

Recherche abgeschlossen?
Ja
Anzahl
1
Fazit

Bei dem Betroffenen handelt es sich um einen Mann mit einer körperlichen Behinderung und Lernschwierigkeiten.

1. Betroffene*r

Recherche abgeschlossen?
Nein
Persönliche Merkmale
Alter
35
Geschlecht
männlich
Hilfe / Unterstützung
stationär
Behinderung / Beeinträchtigung
  • körperlich
  • Lernschwierigkeit
Auswirkung(en) der Gewalt
Tod

Einrichtung

Name
CJD Sachsen-Anhalt
Institution
vollstationäre Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen
Ort
PLZ
06526
Ort
Sangerhausen
Bundesland
Sachsen-Anhalt
Land
Deutschland
Träger
Name
Christliches Jugenddorfwerk Deutschland
Institution
kirchlich
Schutzkonzept
Auswertung

Es ist unklar, ob ein Gewaltschutzkonzept existiert.

Öffentlich?
Nein

Täter*innen

Recherche abgeschlossen?
Ja
Anzahl
1
Fazit

Die Polizei ermittelte wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung gegen die Pflegerin.

1. Täter*in

Recherche abgeschlossen?
Ja
Persönliche Merkmale
Alter
39
Geschlecht
weiblich
Behinderung / Beeinträchtigung
keine
Bezug
  • Mitarbeiter*innen der Einrichtung
  • Pflegepersonal

Folgen für die Täter*in

Strafrechtliche Folgen
keine / Freispruch / Verfahren eingestellt
Zivilrechtliche Folgen
keine
Disziplinarische Folgen
Versetzung / Austausch
Fazit

Die Mitarbeiterin wurde zunächst vom Dienst freigestellt. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung auf, diese wurden nach sechs Monaten eingestellt. Sie befinde sich in einer anderen Abteilung wieder im Dienst.

Folgen für die Einrichtung

Maßnahmen der Einrichtung
unbekannt / unklar / unvollständig
Juristische Folgen
unbekannt / unklar / unvollständig
Fazit

Es sind keine Folgen für die Einrichung bekannt. Laut Angaben einer Sprecherin habe die Heimaufsicht die Einrichtungen des CJD in der Kreisstadt unter die Lupe genommen. Dabei habe es keinerlei Beanstandungen gegeben.

Folgen für die Vorgesetzten

Strafrechtliche Folgen
unbekannt / unklar / unvollständig
Zivilrechtliche Folgen
unbekannt / unklar / unvollständig
Disziplinarische Folgen
unbekannt / unklar / unvollständig
Fazit

Es sind keine Folgen für Vorgesetzte bekannt.

Ratgeber

Haben Sie als Mensch mit Behinderung selbst Gewalt erfahren? Sind Sie Angehörige oder Mitbewohner*innen einer behinderten Person, der Gewalt widerfahren ist? Oder sind Sie vielleicht Mitarbeiter*in in einer Einrichtung und haben dort Gewalt mitbekommen? Im ausführlichen Ratgeber sagen wir Ihnen, was Sie tun können – und vielleicht auch müssen.

Meldung

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